Tarifvertrag avr diakonie hamburg

Für die Diakonie arbeiten rund 525000 Menschen. Sie kümmern sich täglich um fast 10 Millionen ParientInnen und Hilfesuchende. Circa 30 Prozent davon sind der Pflege tätig, 25 Prozent in der Kinder- und Jugendhilfe, 21 Prozent in der Krankenhilfe und 18 Prozent in der Behindertenhilfe. Zudem setzen sich noch 700.000 Menschen ehrenamtlich für die Diakonie ein. Der evangelische Wohlfahrtsverband ist in folgenden Bereichen aktiv: Lange Betriebszugehörigkeit belohnen wir extra: Wenn Sie 10, 25 oder 40 Jahre bei uns arbeiten, erhalten Sie eine Jubiläumszuwendung. Die Diakonie als religiöser Wohlfahrtsdienst hat besondere Rechte, was zum Beispiel das Arbeitsrecht angeht. So gibt es den kirchlichen Sonderweg. Arbeitnehmer der Diakonie dürfen zum Beispiel nicht streiken. In der Kirche und Diakonie gibt es also ein eigenes Arbeitsrecht.

Dieses ist unter anderem in der „Richtlinien für Arbeitsverträge in den Einrichtungen des Deutschen Caritasverbandes“ (AVR-Caritas) festgeschrieben. Diese sind das Regelwerk, nach dem die hauptamtlichen Mitarbeitenden der Einrichtungen und Dienste in der Caritas beschäftigt und entlohnt werden. Für Arbeit an Sonn- und Feiertagen erhalten Sie 35 bis 50 Prozent mehr Gehalt, in der Nacht 25 Prozent. Die Wechsel- bzw. Schichtzulage beträgt bis zu 70 Euro brutto. Für Eltern bezahlen wir einen Kinderzuschlag von bis zu 121,24 € Euro brutto. In Ausnahmefällen ermöglichen wir Ihnen Sonderurlaub unter Wegfall der Bezüge: Wir besprechen individuell, was Sie benötigen und wie lange Ihr Sonderurlaub sein muss. Zusätzlich ist auch eine Dienstbefreiung unter Fortzahlung der Bezüge möglich, und zwar bei: Dritter Weg: Hier gelten Arbeitsvertragsrichtlinien (AVR). Verbreitet sind die AVR des Diakonischen Werks der EKD. Sie betreffenrund ein Viertel der Beschäftigten in der Hamburger Diakonie. Über die AVR verhandeln Arbeitsrechtliche Kommissionen (ARK). Sie sind zu gleichen Teilen mit Vertretern der Dienstnehmer und der Dienstgeber besetzt.

Ziel sind einvernehmliche Entscheidungen. Im Streitfall entscheidet ein unabhängiger, von beiden Seiten akzeptierter Schlichter. Laut BAG-Urteil müssten die Gewerkschaften zu den Arbeitsrechtlichen Kommissionen künftig Zugang haben, wenn es beim Ausschluss des Streikrechts auch im Dritten Weg bleiben soll. Zweiter Weg: Hier gelten kirchengemäße Tarifverträge. Die wichtigsten sind der Kirchliche Arbeitnehmerinnenvertrag (KAT) und der Kirchliche Tarifvertrag Diakonie (KTD). Sie betreffen rund die Hälfte der Beschäftigten in der Hamburger Diakonie und schließen Streik und Aussperrung aus. Tarifverträge werden zwischen Gewerkschaften (z. B. ver.di) und Arbeitgeberverbänden (z. B.

Verband kirchlich-diakonischer Anstellungsträger in Norddeutschland, VKDA) ausgehandelt. Gibt es keine Einigung, greift ein Schlichtungsverfahren. Auf Antrag 3 Tage pro Jahr unentgeltliche Freistellung für Mitarbeitende ab 10jähriger Beschäftigungsdauer. Die rund 525.000 Beschäftigten der Diakonie bekommen ein Gehalt nach den AVR-Richtlinien. Wir zeigen an Hand der AVR-Gehaltstabelle, wie viel Beschäftigte bei der Diakonie verdienen. Teil unseres Tarifs ist eine Jahressonderzahlung (das 13. Monatsgehalt). Sie wird in zwei Teilen ausgezahlt: Den ersten Teil erhalten Sie jeweils im November, den zweiten Teil dann im Juni des Folgejahres. Monatlich bezahlen wir Ihnen vermögenswirksame Leistungen in Höhe von bis zu 6,65 Euro brutto. KTD (Kirchlicher Tarifvertrag): Der Kirchliche Tarifvertrag ist eine arbeitsrechtliche Sonderregelung, die unter anderem in der Nordelbischen Kirche angewendet wird. Der KTD ist eine kirchengemäße Variante des „Zweiten Weges“. Die meisten diakonischen Unternehmen sind organisiert im Arbeitgeberverband „Verband diakonischer Dienstgeber Deutschlands“ (VdDD).

Für ArbeitnehmerInnen bei kirchlichen Einrichtungen gilt nicht das herkömmliche Arbeitsrecht.

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