Tarifvertrag chemie vergütet (e 11 – 13)

Alter und Erfahrung sind weitere Faktoren bei der Bestimmung des Gehaltsniveaus. Mit drei bis sechs Jahren Berufserfahrung liegt das durchschnittliche Jahreseinkommen bereits bei 55.000 Euro. Mehr als zehn Jahre Erfahrung werden mit einem Durchschnittsgehalt von rund 76.000 Euro vergütet. Ausgezeichnete Gehaltsaussichten erwarten Spezialisten in den Biowissenschaften. Nach Angaben des Verbandes für Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin (VBIO) liegen die Einstiegsgehälter für Akademiker zwischen 38.000 und 50.000 Euro pro Jahr vor Steuern. Das genaue Lohnniveau hängt von der Qualifikation, den aktuellen Tarifverträgen und der individuellen Verhandlungsfähigkeit ab. Wer eine Karriere in den Biowissenschaften anstrebt, sollte sich zunächst erkundigen, ob es für seinen Arbeitskampf einen Tarifvertrag gibt. In vielen Beschäftigungsbereichen ist dies nicht ungewöhnlich. So sind beispielsweise die gesamte Pharma- und Biochemieindustrie mit der chemischen Industrie verbunden, so dass in diesen Bereichen die mit der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie, IG BCE ausgehandelten Tarifverträge gelten. In den Bereichen der Biowissenschaften, in denen es keine Tarifverträge gibt, sind individuelle Gehälter häufig Verhandlungssache. Das individuelle Gehalt, auf das sich Bewerber und Arbeitgeber letztlich einigen, hängt oft von verschiedenen Faktoren wie der Berufserfahrung und fachlichen Qualifikation des Bewerbers, der geografischen Lage des Unternehmens, seinem Arbeitsbereich und seiner Größe ab. Die Art des Abschlusses, den ein Kandidat hält, wirkt sich auch auf die Höhe des Gehalts aus. Eine Umfrage von IW Consult, einer Tochtergesellschaft des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW), ergab, dass in 52 Prozent der Fälle Absolventen mit Bachelor-Abschluss weniger in Einstiegspositionen verdienten als Diplom-Wissenschaftler im selben Fach.

In den übrigen Fällen waren die Gehälter gleich. Getrennte Lohnskalen für Apotheker in öffentlichen Apotheken Ein gesonderter Tarifvertrag gilt für Apotheker, die in öffentlichen Apotheken beschäftigt sind. Es wird zwischen dem Arbeitgeberverband Deutscher Apotheken (ADA) und der Apothekergewerkschaft ADEXA ausgehandelt und sieht vor, dass zugelassene Apotheker in den ersten Berufsjahren ein Jahresgehalt vor Steuern von rund 28.000 Euro zuzüglich Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld und Sonderzuschlägen erhalten. Dieses Gehalt steigt im Laufe mehrerer Jahre im Job nur geringfügig an. Fachkräfte im öffentlichen Dienst werden nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) entlohnt, der Die Gehaltsstufen von 1 bis 15 festlegt. Die Gehälter steigen nach einer, drei, sechs, zehn bzw. fünfzehn Dienstjahren. Tarifverträge ermöglichen es den Bewerbern, genau zu sehen, welches Gehalt sie unter welchen Umständen erwarten können. Die Lohnskalen der IG BCE sind beispielsweise in die Lohnbesoldungsstufen E1 bis E13 unterteilt, wobei E13 das höchste Gehaltsniveau ist.

Ein normaler Absolvent einer Fachhochschule beginnt in der Regel in der Lohnklasse E11, die je nach Bundesland ein Einstiegsgehalt vor Steuern von rund 35.000 Euro pro Jahr festlegt.

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