Tarifvertrag energieversorger nrw

Die Umstellung auf das NEW-System unterliegt einer klaren Schlüsseldatumsregelung: Die Änderung muss gemeinsam für alle Mitarbeiter eines bestimmten Unternehmens am selben Tag gelten. So wird das Unternehmen nicht zwei Gehaltssysteme parallel abwickeln müssen, sondern das OLD-Gehaltssystem gilt bis zum Wechsel auch für neue Mitarbeiter. Neu gegründete Unternehmen oder Unternehmen, die den Tarifvertrag im Handelssektor zum ersten Mal anwenden (z. B. weil sie zu diesem Tarifvertrag wechseln), müssen ihre Mitarbeiter nach dem NEW-Gehaltssystem klassifizieren. Andernfalls muss das Umstellungsdatum (der der erste Tag eines bestimmten Monats sein muss) durch eine Shopvereinbarung festgelegt werden. Ist kein Betriebsrat eingesetzt worden, so kann das Unternehmen den Termin festlegen, muss die Arbeitnehmer jedoch spätestens drei Monate vor der geplanten Umstellung schriftlich informieren. Als nächstes müssen die Arbeitnehmer (in Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat, wenn einer gegründet wurde) in das NEUE Gehaltssystem versetzt und spätestens vier Wochen vor dem Umstellungstermin durch eine NEUE Arbeitsanzeige (“Dienstzettel”) darüber informiert werden. Nach einem kurzen Überblick über die Entwicklungen in 19 Ländern der Europäischen Union und Norwegen bei einigen wichtigen öffentlichen Versorgungsunternehmen (öffentlicher Nahverkehr, Strom, Gas, Wasser und Festnetztelefonie) im Hinblick auf die Würdigung der strukturellen Veränderungen seit Anfang der 90er Jahre wird sich diese vergleichende Studie auf die Arbeitsbeziehungen im Strom- und Festnetztelefoniesektor konzentrieren. Die Analyse wird sich insbesondere mit der Struktur der Vertretung und der Tarifverhandlungen sowie mit den Inhalten der jüngsten Tarifverträge und Arbeitskampfmaßnahmen befassen.

Die Studie stützt sich hauptsächlich auf Beiträge der nationalen Zentren der Europäischen Beobachtungsstelle für Arbeitsbeziehungen (EIRO) in den betreffenden Ländern. In Finnland werden die möglichen Probleme, die durch die Präsenz verschiedener Gewerkschaften im Energiesektor – der finnischen Metallarbeitergewerkschaft (Metallityöväen liitto, Metalli), der finnischen Elektroarbeitergewerkschaft (Sähköalojen ammattiliitto) und der Gewerkschaft für den kommunalen Sektor (Kunta-alan ammattiliitto, KTV) – aufgeworfen werden. , schließen sich die kleineren Organisationen in diesem Sektor dem von den größten unterzeichneten Abkommen an. Die Zersplitterung der Tarifverhandlungen ist eng mit der Präsenz von Arbeitgebern in den Bereichen Elektrizität und Festnetztelefonie verbunden, die unterschiedliche Rechtsformen, Eigentumsstrukturen und -größen aufweisen und unterschiedliche sektorale Vereinbarungen anwenden können. Die zunehmende Bedeutung von Betriebsvereinbarungen resultiert einerseits aus den Umstrukturierungswellen, die die beiden Sektoren betroffen haben und immer noch betreffen, wodurch der Schwerpunkt der Tarifverhandlungen auf die dezentrale Ebene verlagert wird. Andererseits hat die Prävalenz großer Unternehmen, die häufig eine beherrschende Stellung einnehmen, anscheinend dazu beigetragen, die Arbeitsbeziehungen auf Unternehmensebene hervorzuheben. Sektorale Abkommen spielen in den Ländern, in denen dieses Niveau traditionell besonders stark ist, nach wie vor eine wichtige Rolle, was in Kontinentaleuropa nach wie vor üblich ist.

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